
Der Podcast zum verstanden fühlen und Gefühle verstehen - Psychologie, Selbstreflexion und Achtsamkeit stehen hier im Fokus der Betrachtung. Als angehende Psychologin möchte ich dazu beitragen, psychologisches Wissen für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen und das ehrliche Teilen von Gefühlen zu normalisieren. ForscherInnen haben herausgefunden, dass das Zeigen von Verletzlichkeit* ein direkter Ausdruck von Mut ist. Jedoch deuten viele Menschen es immer noch fälschlicherweise als ein Zeichen von Schwäche, wenn jemand sich verletzlich* zeigt. Indem ich offen und ehrlich über meine persönlichen Erfahrungen spreche, möchte ich auf möglichst subtile Weise zur Selbstreflexion anregen, ohne eine Illusion der Perfektion vorzutäuschen. Gefühle wie Scham, Angst und Wut gehören genauso zum Leben dazu wie Freude, Freiheit und Dankbarkeit. Wir alle haben Emotionen und wir alle lernen mit ihnen umzugehen. Auch teilen wir alle die psychologischen Bedürfnisse nach Bindung, Kontrolle, Selbstbestimmung, Selbstwert und Lust sowie diverse kognitive Verzerrungen. Also lasst uns doch lieber voneinander lernen, anstatt so zu tun als hätten wir im Vergleich zu den anderen immer alles im Griff. - * Verletzlichkeit (engl. vulnerability) wird in der Forschung verstanden als Ungewissheit, Risiko und emotionale Exposition.
Episodes

Friday Apr 09, 2021
Emotionale und soziale Einsamkeit.
Friday Apr 09, 2021
Friday Apr 09, 2021
Einsamkeit ist nicht gleich Einsamkeit. In dieser Folge wird der Unterschied zwischen emotionaler und sozialer Einsamkeit beleuchtet. Gleichzeitig werden persönliche Erfahrungen zu diesem Thema geteilt. Niemand in Deinem Umkreis sagt Dinge wie „Gestern hab ich mich voll einsam gefühlt.“? Die meisten Menschen reden nicht gerne darüber, dass sie sich einsam fühlen. Dennoch ist jeder Mensch mit diesem Gefühl des Alleine- und Verlassenseins vertraut. Gerade in Zeiten des Social Distancing ist das Thema präsenter als jemals zuvor.
Eine Studie von Brooks et al. (2020) lässt die Schlussfolgerungen zu, dass die Quarantäne-Zeit während der Corona-Pandemie (2020) negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Menschen hatte: Reizbarkeit und schlechte Stimmung nahmen während dieser Zeit drastisch zu.
Die Arbeit von Julianne Holt-Lunstad von der Brigham Young University in Utah (USA) basiert auf einer Kombination von zwei Meta-Analysen. Die erste umfasste 148 Studien mit mehr als 300.000 Teilnehmer:Innen und ergab, dass eine größere soziale Verbundenheit mit einem um 50 Prozent verringerten Risiko für einen frühen Tod verbunden ist. In die zweite Analyse flossen 70 Studien mit 3,4 Millionen Menschen aus Nordamerika, Australien, Europa und Asien ein. Diese Studien untersuchten die gesundheitlichen Folgen von Menschen, die von sozialer Isolation, Einsamkeit oder Alleinleben betroffen waren. Die Forscher:Innen fanden heraus, dass alle drei einen signifikanten und gleichen Effekt auf das Risiko eines vorzeitigen Todes hatten, der dem Effekt anderer gut akzeptierter Risikofaktoren wie Fettleibigkeit entsprach oder diesen übertraf.
Brooks, S. K. et al. (2020): The psychological impact of quarantine and how to reduce it: rapid review of the evidence. In: The Lancet, 395. Jg., Heft 10227, S. 912-920.
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